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Westerstraße 21

    Haus Nissen

    Wohn- und Wirtschaftsgebäude von 1884/85

    Von Steve Gröne und Arno Vorpahl

    Klein und alt war das Haus, das ehemals auf diesem Grundstück stand. Mit nur einem geringen Wert in der Brandkasse geführt, war auf der Diele lediglich Platz für 2 Kühe. Frühere Eigentümer mussten sich als Tagelöhner verdingen. Später übernahm die Familie Kielholz das Gebäude, wohnte allerdings nicht selbst darin, sondern vermietete das Haus.

    Aus dem Erdbuch von 1867 geht hervor, dass das Vorgängerhaus (erste Erwähnung 1803) ein Fachwerkhaus mit Lehm gefüllten Tafelwänden und Strohdach war. Der Zustand wird zu der Zeit als „neu“ bewertet. Es verfügte wie viele andere Gebäude aus jener Zeit über eine beheizte und eine nicht beheizte Stube, eine Küche und eine Kammer.

    Der Wirtschaftsteil bot lediglich Raum für zwei Kühe und die Tenne. Der Garten war bemessen mit 22 Quadratruthen, der Hofraum mit 40 Quadratruthen (1 Quadratruthe entspricht etwa 21 m2).

    1884/85 ließen die Eigentümer das alte Haus abreißen und durch diesen Neubau ersetzen. Ende des 19. Jahrhunderts übernahm der Schuhmacher Peter Nissen das Gebäude.

    Seit den 1960er Jahren wurde das Haus komplett saniert und strahlt heute im historischen Glanz.

    Foto: Steve Gröne 2025
    Foto: Steve Gröne 2025
    Foto: Steve Gröne 2025
    Foto: Uwe Johannsen, um 1970
    Terrazzo-Scherbe, Fund aus dem Umbau. Foto: Caroline Meeder 2026